Wenn nicht nur Herzblut fließt



Schwerpunkt Ausführung. Handwerkliches Arbeiten mit scharfen Werkzeugen und visuelles Denken wird im zweiten DFI-Semester im Kurs Angewandte Gestaltung unter Beweis gestellt. Die Zwischenprüfungprojekte sind eine Mischung aus Kopf- und Handarbeit und bedeuteten auch diesmal für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer große Herausforderungen an punktgenaues Schneiden von Papier und Karton, sowie Rillen, Nuten, Falzen und blasenfreies Folienkaschieren bei der Herstellung von haptisch attraktiven und langlebigen Handmustern und Ausstellungsstücken. Dass der Cutter schon mal von der Bahn abkommt und sich Designstudierende verletzen, ist nicht wünschenswert, schmerzhaft und folgenschwer, aber es passiert regelmäßig (übrigens Jahre später auch immer wieder, sofern man nicht ausschließlich Webdesign macht). Wir bedauern das sehr. Layoutschmerzen sind neben vielen anderen Katastrophen sehr wichtige Erfahrungen auf dem Weg zur leidenschaftlichen Gestalterpersönlichkeit. Es folgt eine Auswahl der besten Arbeitsergebnisse aus dem vergangenen Sommersemester. (Illustration oben: Julius Kahlbrandt)

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Seit 1995 Dozent für Kommunikationdesign an der Design Factory International in Hamburg, seit April 2008 im Kurs »Angewandte Gestaltung« am Start. Im Wintersemester 09/10 Abschluss-Coach. Kurzvita: Von 1985 bis 1990 Studium an der Muthesiusschule Kiel, Diplom. Danach als Art Director bei der Designgruppe Transparent, Kiel (später Fluxx.com) und der Schaffhausen Communication Group. Von 1994 bis 2000 freiberuflicher Gestalter mit Sitz in Hamburg. Seit 2000 fest in der Bauer Media Group, Hamburg tätig. (Foto: Mia Gerlach, 2010)